Praxis freiRaum von Katja Dikushina mit Leuchtturm und Licht

Materialisierung und Vergeistigung

 

Inhaltsverzeichnis

 

Who is who

Materialisierung und Vergeistigung sind zwei sehr wichtige Prozesse, die uns ermöglichen, unsere Ziele zu erreichen. Die Materialisierung kennt jeder und betreibt sie jeden Tag. Beispiel: Ich möchte etwas essen, und zwar einen Salat. Ich gehe zum Markt, kaufe die Zutaten ein und bereite den Salat zu. So habe ich mir den Salat materialisiert, der mich wiederum nährt – perfekt! Das geht natürlich nur, wenn mein Ziel klar und eindeutig ist und ich genug Energie aufbringen kann, es zu verwirklichen. Die Energie ist also von oben (aus dem Kopf) nach unten (in den Körper) geflossen. Das Spannende ist, dass wir Menschen ab und zu mal Schwierigkeiten und sogar heftige Konflikte haben mit dem, was wir uns zurechtmaterialisiert haben. Dazu später mehr. Die Vergeistigung ist hingegen ein Prozess, bei dem Dinge, Gedanken, Ereignisse, Erinnerungen, Einsichten usw. auf eine höhere geistige Ebene transformiert werden. Hier fließt die Energie von unten nach oben. Viele Menschen kennen das eher als Zufall und bezeichnen es dann als einen "Aha-Effekt". Man kann aber die Vergeistigung auch gezielt anstreben, um sich z. B. von hinderlichen Glaubenssätzen zu lösen. Die Hintergrundgeschichte und -gefühle eines Glaubenssatzes werden beleuchtet, und zwar in dem Maße, wie es dem Prozess förderlich sind. Anschließend werden sie in ihrer alten Form losgelassen und in das Großes Ganze der Lebenserfahrung eines Menschen eingefügt: Er gewinnt Einsichten und ist bereit fortzuschreiten. Schließt man die Vergeistigung nicht ab, bleibt ständig in den selben Mustern und Schleifen hängen.

Gescheiterte Vergeistigung materialisiert sich im Leben

Scheitert ein Mensch, den Prozess der Vergeistigung in seinem Leben voranzutreiben, so materialisieren sich die Themen, die auf ihre Transformation warten, in seinem Leben. Es können Konflikte sein oder Krankheiten oder andere Beschwerden und Symptome. Statt etwas zu transformieren, zu vergeistigen, hat man sich also etwas materialisiert. Auf den ersten Blick sieht es dann auch häufig so aus, als hätte man es nicht gewollt. Meistens hatte man ja auch ganz andere Materialisierungswünsche für das eigene Leben, z. B. einen guten Partner oder ein gutes Einkommen oder eine nette Nachbarschaft. Nun hat es aber nicht geklappt und es haben sich komische, hässliche bis grauenvolle Dinge materialisiert. Woran liegt das?

Wer zur Hölle hat das ins Leben gerufen?

Die richtige Antwort ist natürlich: Ich selbst, wer sonst? Der Leser wird sicherlich Situationen kennen, in denen er seine Urheberschaft komplett abstreitet. Ein nerviger Nachbar? Den wollte ich bestimmt nicht. Ein Leben in Armut? Wer will denn so etwas? Eine Kündigung bei der Arbeit? Niemals!

Um diese Situationen zu klären, müssen wir uns ihren wahren Urheber betrachten: Das ist man selbst / das eigene Selbst. Liegen viele Teile des Selbst außerhalb des Ichs eines Menschen, ist es nicht verwunderlich, dass derjenige sich über das Ergebnis wundert: Die Urheberschaft liegt im ihm unbewussten Bereich. Er kann dagegen ankämpfen oder aber die Ergebnisse annehmen und beim nächsten Mal bewusstere und bessere Voraussetzungen treffen.

Fehlgeleitete Vergeistigung

In manchen Situationen ist eine Vergeistigung fehl am Platze oder sie wird fehlgeleitet. Nehmen wir als Beispiel die aktuelle kollektive Corona-Krise. Corona heißt Krone und verweist so auf das Kronenchakra, das oberste körperliche Energiezentrum des Menschen – voilà: Vergeistigung ist gefragt! Es geht also darum, etwas zu transformieren, auf eine höhere Stufe zu bringen. Was soll aber transformiert werden? Was ist das Kennzeichnendste an der ganzen Geschichte? Richtig, die Angst, die ihren Ursprung in der fehlenden oder unzureichenden Verankerung in der Materie hat (nicht zu verwechseln mit Materialismus, der genau der Kompensation der fehlenden Verankerung dient!). Das zu transformierende Thema ist also mit dem ersten Chakra, auch Wurzelchakra genannt, verbunden. Es geht um solche Themen wie Ur-Angst und Ur-Vertrauen, Angst vor dem Tod und Angst vor dem Leben. Statt sich mit diesen ursächlichen Themen auseinanderzusetzen, scheint die Mehrheit auf eine pseudo-rationale Auseinandersetzung zu setzen. Es wird frühzeitig vergeistigt und abstrahiert, wodurch es eben rational erscheint, es aber nicht ist. Ganz im Gegenteil ist es vollkommen irrational, da angstgetrieben. Dann gibt es Statistiken, Zahlen, Maßnahmen usw usf und dazu unendlich viele Widersprüche und Ungereimtheiten. Die Lösung mündet wieder ins Körperliche mit der Impfung, ist also eine Materialisierung, aber auch hier so eine Art Wunderwaffe von außen, die die Ur-Angst wegimpfen soll. Die richtige Reihenfolge bestünde darin, sich mit dem Angst-Thema auseinanderzusetzen und erst dann die Mentalisierung zu vollenden, die das Grundvertrauen stärkt. Dann würde man zu ganz anderen Schlüssen bezüglich der Maßnahmen und bezüglich des eigenen Lebens kommen. Es würde sich etwas ganz anderes materialisieren, und zwar ein vertrauensvolles Leben mit ehrlichen Menschen, guter Nahrung und gesunder Umgebung.

Fehlgeleitete Materialisierung

Umgekehrt geht es natürlich auch. Stellen wir uns vor, ein Mensch hat nicht genügend Schutz erlebt und braucht Schutz. Statt sich mit Schutz auf der geistigen Ebene zu verbinden, materialisiert er sich Schutz in Form von "Rettungsringen", meterhohen Mauern, Masken und Abstandhaltern und anderen Schutzwällen. Auch beim Appetit ist es häufig anzutreffen: Man ist geistig hungrig, stopft sich aber mit Essen voll. Statt geistig zu wachsen und sich zu entwickeln, entwickelt sich v. a. der Körperumfang. Auch die typische Sucht vollzieht sich häufig auf der materiellen Ebene – Zigaretten, Alkohol, Drogen etc. – statt dass man sich auf die Suche auf der geistigen Ebene begibt. Ja, wonach sucht man wirklich? Die materiellen Suchtmittel lassen die Suche endlos erscheinen und den Suchenden dahinsiechen, statt ihm das zu schenken, wonach er in Wirklichkeit sucht. Denn Letzteres liegt auf einer anderen Ebene.

Ebenenverwechslung ist typisch

Wie Sie sehen, ist eine Ebenenverwechslung typisch für uns Menschen. Wir haben zwei Dinge, z. B. ein Problem und dessen Grund, und ordnen sie einander zu, ohne zu überprüfen, ob wir uns auf der richtigen Ebene befinden. Und dann wundern wir uns, dass unsere Lösung nicht funktioniert. Leider wird meist zur Maßnahme "Mehr vom selben" gegriffen. Die Logik dahinter: Wenn die Lösung nicht funktioniert, muss man die Maßnahme verstärken. Dabei wird übersehen, dass die Lösung auf der richtigen Ebene stattfinden muss, damit sie funktioniert. Also, wenn etwas in Ihrem Leben nicht so funktioniert, wie gewollt oder erwartet, überprüfen Sie doch, ob Sie die Lösung auf der richtigen Ebene suchen. Offensichtlich ist es nicht der Fall. Viel Erfolg! Beachten Sie dabei: Materie und Geist streben immer nach einem Gleichgewicht! Und die geistige Ebene hat Vorrang. Das heißt natürlich nicht, dass Sie keinen Klempner rufen sollen, wenn Ihr Abfluss verstopft ist. Tun Sie das, damit das Wasser wieder fließt! Sorgen Sie aber auch dafür, dass Sie Ihren geistigen Abfluss wieder frei kriegen, damit Ihre Gefühlsenergien wieder fließen und v. a. abfließen können.

Materie vor Geist

Wir leben in einer verkehrten Welt: Die Materie scheint mehr wert zu sein als der Geist und wird dabei gnadenlos ausgebeutet. Materialismus und Zwangslösungen auf der materiellen Ebene sind die Folge, was neue Probleme und Symptome verursacht. Auch die Versuche, der Symptome Herr zu werden, sind meist auf der materiellen Ebene anzutreffen, z. B. in Form von Medikamenten. Es muss eben etwas sein, was man sehen und anfassen kann. Dabei ist der Geist vorrangig. Die Materie, von der wir umgeben sind und die wir selbst sind, ist der genaue Abdruck unseres Geistes. Verändern wir unseren Geist, zieht die Materie nach, manchmal nicht sofort, denn sie braucht etwas Zeit. An dieser Stelle ist es wichtig zu überprüfen, ob man von Berührungsängsten mit dem Geistigen oder auch von Verboten, sich auf der geistigen Ebene zu entwickeln und zu entfalten, betroffen ist. Solche Verbote wirken tief in die Familie und in die Gesellschaft hinein und verbieten ihren Mitgliedern, Lösungen auf der geistigen Ebene zu suchen oder auch einfach nur zu erkennen, was los ist. Dann glaubt man irgendwelchen Lügen und sieht über die Widersprüche hinweg. Die Vergeistigung ist dann nur in Form von Analyse und Reflexion bekannt; so kann sie aber keine volle Kraft entfalten, da sie im Bereich des Begrenzten (des eigenen begrenzten Ichs, der eigenen begrenzten Weltsicht) agiert. Die Lösung bestünde erst einmal darin, diese Prozesse von Verboten und Tabus zu befreien, so dass die fehlgeleiteten Energien, also die materialisierten Symptome und das Kopflastige, wieder auf die richtige Ebene zurechtgerückt werden können. Dann fließt die Energie.

  

Fragen zum Nachforschen und Ergründen

  • Hat sich etwas in meinem Leben materialisiert (Symptom, Mensch, Umstand etc.), das ich gar nicht haben "wollte"? Welche Botschaft bringt mir diese Materialisierung? Welche Sichtweise nehme ich zurzeit in Bezug darauf? Welche wäre eine höhere und reifere Sichtweise?
  •  Materie vor Geist oder Geist vor Materie – was ist mein aktueller Standpunkt dazu?
  • Wie gehe ich mit der materiellen Welt um mich herum um? Bin ich für sie zutiefst dankbar? Oder nutze ich sie aus? Oder fühle ich mich gar selbst ausgenutzt?
  • Wie sieht es mit der geistigen Welt aus? Habe ich da eine gute Verbindung oder ist sie für mich eine Tabu-Zone?

 

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