Übung: Energie hinter den Worten spüren und annehmen
Wenn wir Worte von jemandem vernehmen, fokussieren wir uns zu häufig auf die rein verbale Botschaft, besonders, wenn der Kontakt zum Überbringer der Nachricht gestört ist. Wir fangen dann an, über die Worte nachzudenken, sie zu analysieren und zu zerlegen, oder, wenn die Botschaft auf unsere Gegenwehr stößt oder uns sogar antriggert, dann fangen wir im Kopf an, Argumente dagegen zu sammeln und vorzubringen. Häufig missverstehen wir auch die Botschaft: Wir nehmen sie zu wörtlich!
In dieser Übung lade ich dich ein, deinen Fokus von den Worten hin zur Energie zu verschieben.
Die Übungsbeschreibung
Gehe nach innen zu dir, in die Stille, so gut du im Moment eben kannst. Verbinde dich mit Himmel und Erde, wenn dir das hilft. Oder verbinde dich mit deinem Herzraum. Geh vor deinem Geistigen Auge in die Situation, die dir als erste einfällt und deren Worte dich noch beschäftigen. Es ist egal, ob die Situation lange her ist oder erst heute stattgefunden hat. Drücke hier unbedingt auf die Pausentaste und betrachte die Situation kurz bevor oder während die besagten Worte ausgesprochen worden sind. Wenn du auf die Situation von außen schaust: Beobachte genau die Körpersprache der Beteiligten. Wichtig: Analysiere nicht! Und erzähle keine Geschichten, was wieso und warum passiert. Bleibe im Hier und Jetzt der Situation, beobachte. Wenn du in der Situation "drin" steckst, dann fühle deinen Körper: Wo ist es weit? Wo ist es eng? Wo ist es angespannt, druckvoll? Wo ist es frei? Wo ist es kalt oder warm? Fühle dich.
Nun hörst du vielleicht die Worte, die die andere Person ausspricht. An dieser Stelle gehst du zurück an den Moment, kurz bevor die andere Person die Worte ausspricht. Nun wechselt du den Kanal. Du schaltest deine Ohren aus und schaltest deine feinstoffliche Wahrnehmung ein und lässt die Szene kurz ablaufen. Statt der gesprochenen Worte wirst du dann sehen, wie Farbwolken, Fäden oder Ähnliches die andere Person durch den Mund oder durch ihren ganzen Körper verlassen und auf dich und in den Raum strömen. Beobachte einfach. Lass sie bitte möglichst langsam auf dich und in den Raum strömen, verlangsame die Szene.
Nun erreichen die ersten Energiewolken oder -fäden dich. Schaue, an welchen Körperstellen sie dich als Erstes erreichen. Jetzt verlangsamst du das Tempo noch etwas und fühlst, wie die Energie in dich eindringt: Wie fühlt sie sich an? Wenn es nur leicht unangenehm ist, lass es einfach weiter geschehen. Je besser du die Energie annimmst, desto schneller wird es angenehm werden. Wenn es zu unangenehm ist oder deine Wahrnehmung sich ganz abschaltet, muss du entweder langsamer vorgehen oder jemand anders bitten, den Raum für dich und diesen Prozess zu halten.
Nun lässt du einfach alles Weitere geschehen, beobachtest, wie verschiedene Farben und verschiedene Arten von Energien dich durchdringen. Es kann natürlich auch nur eine Energiefarbe sein. Sie werden sich höchstwahrscheinlich auf den Weg in dein Herz machen, denn dein Herz ist dein größter Transformator und dein Tor zur Heilung. Aus dem Herzen werden die Energien später in andere Bereiche deines Körpers fließen, wo sie gebraucht werden. Lass einfach das geschehen, was nun geschehen will. Du wirst merken, wenn der Prozess abgeschlossen ist. Der Prozess kann auch aus mehreren Schritten bestehen. Es kann also sein, dass du nicht direkt alle Energien angenommen und integriert bekommst. Lass dir ruhig dafür etwas länger Zeit.