freiRaum2-Banner-Frühling-1

Reiki – Einführung und Grad 1

 

Inhaltsverzeichnis

 

Einführung in die Grundlagen von Reiki

Normalerweise fängt jeder Reiki-Workshop mit der Geschichte von Reiki an. Nun, Reiki hat keine Geschichte. Reiki ist einfach die universelle Energie, also die Lebensenergie, aus der alles ist. Mit der Geschichte von Reiki ist eher das Lehr- und Lernsystem gemeint, das an das gezielte Nutzen von Reiki heranführt und im Moment am weitesten verbreitet ist. Reiki kann jeder Mensch nutzen. Dem stehen Glaubenssätze und Blockaden im Wege.

Jedem interessierten Leser empfehle ich trotzdem, sich mit der Geschichte des Usui-Reiki-Systems auseinanderzusetzen. Es ist spannend!

Seminarbesuch

Ein Seminarbesuch ist nicht zwingend notwendig, um Reiki zu praktizieren. Reiki kann jeder Mensch. Allerdings trägt praktisch jeder Mensch Blockaden in sich, die den Reiki-Fluss verhindern oder begrenzen. Das Ziel des Seminars und der Einstimmung ist also, diese Blockaden ein Stück abzubauen und aufzuweichen bzw. dem Menschen den Weg aufzeigen, wie er diese Blockaden im Laufe seines Lebens weiter abbauen kann, und ihn auf diesen (spirituellen) Weg einzustimmen. Im Seminar bekommt man außerdem Anleitung und Unterstützung. Und man lernt andere Menschen kennen, die sich ebenfalls für Reiki begeistern lassen. Man kann vieles alleine, eigentlich praktisch alles. Mit anderen zusammen klappt es meist leichter und schneller. Viele Menschen sind bereits vor Ihnen diesen Pfad gegangen. Sie müssen ihn also nicht komplett neu gehen, sondern können da in bereits vorhandene Fußstapfen treten.

Reiki-Lebensregeln und ihre Interpretationsmöglichkeiten, Übertragbarkeit auf das eigene Leben

Die Reiki-Lebensregeln sind in dem Sinne nichts Besonderes, sondern könnten jeder spirituellen oder ethischen Tradition entstammen oder einfach dem gesunden Menschenverstand. Eine gute kritische Auseinandersetzung mit der Übersetzung aus dem Japanischen finden Sie hier.

  • Regel 1 lautet "Gerade heute ärgere dich nicht" und kann als Ärgerunterdrückungsaffirmation verstanden werden. Das ist ganz sicher nicht der Sinn der Sache. Wir sind auch so schon alle Weltmeister im Unterdrücken des Ärgers. Was wir viel mehr brauchen, ist ein gesunder und konstruktiver Umgang mit unserem Ärger. Meistens empfinden wir Ärger als Wut oder als Rage, da ist also schon eine Menge Angst beigemischt, die wir überkompensieren und womit wir unseren Ärger nur weiter aufladen. Die Kunst besteht darin, zur Wurzel des Ärgers vorzudringen und ihn im Körper frei fließen zu lassen. Dann verwandelt er sich in eine pure reine Kraft, die buchstäblich und metaphorisch Berge versetzen kann. Dafür müssen wir allerdings unsere Ängste überwinden und unsere alten Revier- und Beziehungsverletzungen heilen. Insofern kann die Regel 1 so verstanden werden, dass wir aufgerufen werden, einen guten Umgang mit unserem Ärger zu finden, ihn aufzulösen und in Friedliches umzuwandeln. Auch jede Form von Vergebungsarbeit, machen Sie ruhig 5 Minuten jeden Tag, es gibt immer irgendetwas zu vergeben, ist im Sinne dieser Regel.
  • Regel 2 lautet "Gerade heute sorge dich nicht". Auch hier haben wir einen klaren Verweis auf Angst, denn Sorgen sind einfach nur eine Form von Ängsten. Ängste und Sorgen machen uns krank. Wir stehen dann unter Stress, der Adrenalinpegel ist hoch und irgendwann sind wir erschöpft. Ängste und Sorgen loszulassen ist eine Übungssache und auch eine Frage des Vertrauens. Sich Sorgen zu machen bedeutet im Endeffekt, dass man den Voraussetzungen, die man geschaffen, und den Ursachen, die man gesetzt hat, nicht vertraut. Das kann auch sinnvoll sein, da genauer hinzusehen, denn viele Ursachen haben wir unbewusst gesetzt und viele Entscheidungen unbewusst oder vor langer langer Zeit getroffen. Insofern meldet die Sorge eine Unstimmigkeit in Bezug auf die Zukunft (gefühlt) und in erster Linie auf die Vergangenheit, denn die Sorge und die Angst "ist bereits passiert". Daher kann die zweite Lebensregel als Aufforderung seine Sorgen loszulassen und einfach im Hier und Jetzt zu leben verstanden werden. Das Leben so zu nehmen, wie es kommt, und das Beste daraus zu machen. Es einfach zu genießen. Und auch sich mit seinen Ängsten und Sorgen insofern auseinandersetzen, als man die alten Ursachen und Entscheidungen korrigiert und an die jetzige Situation anpasst, so dass sie sich vertrauensvoll und stimmig anfühlt.
  • Regel 3 lautet "Sei dankbar für die vielen Segnungen". Die Dankbarkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Energieflusses im Körper. Gemeint ist damit keine Dankbarkeit, die wir im Kopf erzeugen, weil wir z. B. wissen, dass ein Mensch etwas für uns getan hat, was ihn Zeit und Mühe gekostet hat, sondern etwas, was in uns einfließt, über das Wurzelchakra oder auch über das Herz, und dort ein besonderes Gefühl von Wärme generiert. Das ist die Dankbarkeit. Auch dafür müssen durchaus Kanäle freigeschaufelt werden, denn wir sind häufig zu viel im Kopf.
  • Regel 4 lautet "Verdiene dein Brot mit ehrlicher Arbeit". Nicht stehlen, weder Geld, noch andere Formen von Energie ist sehr wichtig. Karmamäßig kommt eh alles zu einem zurück. War man unehrlich, wenn auch unbewusst, das wird sich später rächen. Diese Regel geht noch weiter und zielt auf die Wurzel der Unehrlichkeit ab. Und da sind wir wieder bei unseren Themen und Wunden. Sie fordert also auch auf, ehrlich an sich zu arbeiten und nach Höherem, Edlerem zu streben, sich z. B. mit seinen Schattenseiten auseinanderzusetzen und sie in etwas Lichtvolleres zu verwandeln.
  • Regel 5 lautet "Sei freundlich zu allen Wesen". In meinem ersten Seminar habe ich noch die ältere Variante erlernt, die lautete: "Ehre deine Eltern, Lehrer und Älteren", die mich eher an Ehrfurcht denken ließ und weniger an Respekt. Stimmiger ist für mich die Varianten, allen Lebewesen und allen Dingen Respekt zu zollen, egal ob sie jünger, älter oder was auch immer sind. Auch hier lauert natürlich die bekannte Falle, die Freundlichkeit zu simulieren, sich als ein freundlicher Mensch zu fühlen, obwohl man es vielleicht gar nicht ist. Die Freundlichkeit, die hier gemeint ist, ist eine Offenherzigkeit. Und sie entsteht natürlicherweise, wenn man seine (Herz-)Verletzungen geheilt und seine Ängste losgelassen hat. Sie stellt sich dann automatisch ein. Das ist die Frequenz der universellen Liebe und des Mitgefühls. Die Freundlichkeit per Erziehung oder per Kopfentscheidung ist etwas ganz anderes und leider nur eine Simulation der echten Freundlichkeit. Ich empfehle also jedem, die eigene Unfreundlichkeit in bestimmten Momenten einfach zu akzeptieren und nicht wegzuheucheln und anzufangen, daran zu arbeiten, die dahinterliegenden Verletzungen zu heilen.

 

Der Hauptteil des Artikels ist für meine Reiki-Schüler per Passwort zugänglich.

Bitte das Passwort eingeben, um den Inhalt zu sehen

Einweihung bekommen

Die Einweihung hat zum Ziel, Sie als Reiki-Kanal freier zu machen. So können Sie Reiki besser durchleiten. In Ihr Energiesystem wird das Cho-Ku-Rei-Symbol eingeprägt, was den Energiefluss verstärkt. Das ist alles. In manchen Seminaren wird das viermal wiederholt. In anderen nur einmal. Wichtig ist, dass Ihr Reiki-Lehrer das nach seiner Intuition macht und fühlt, ob Ihre Einweihung abgeschlossen worden ist. Auch über die Wortwahl – "Einweihung" oder "Einstimmung" – wird manchmal gestritten. Einweihung klinge so besonders, für Eingeweihte eben. Einstimmung ist da entspannter und näher am englischen "Attunement" dran. Ich verwende beide Begriffe unter dem Gesichtspunkt, dass das Praktizieren von Reiki heutzutage wirklich jedem Menschen, der es will, offen steht.

Einen Download bekommen

Für Energiearbeit ist es typisch, dass man immer wieder sog. Downloads bekommt. Das sind energetische Informationen, die von der eigenen Seele bzw. aus der Quelle / dem Universum kommen. Normalerweise passieren diese Informationen den bewussten Verstand und wirken direkt auf das Energiefeld. Nach der Einweihung überprüfe ich, ob meinen Klienten ein Download zur Verfügung stellt und ob ich ihn übertragen soll. Wenn Ja, biete ich das an.

Spirituelles Detoxing

Nach dem ersten Kontakt mit Reiki und der Einstimmung können verschiedene Symptome auftreten. Weitere Downloads können die Effekte verstärken, denn der Körper muss sich an die höher schwingende Energie erst einmal anpassen. Man fühlt sich anders, oder etwas an der Verdauung ist anders, oder es kommen alte Gefühle hoch. Alles ist möglich in unterschiedlicher Intensität und Konstellation. Einige merken es mehr, andere weniger. Als Zeitraum wird häufig drei Wochen angegeben. Ich habe es persönlich so erlebt, dass die ersten drei Wochen "danach" eher ruhig waren und es erst nach den 3 Wochen so richtig losging. Um diesen Prozess, der wie ein spirituelles Detoxing wirkt, optimal zu begleiten, empfehle ich Ihnen, in dieser Zeit besonders darauf zu achten, gesund, v. a. pflanzlich, zu essen, keinen Alkohol zu trinken, nicht zu rauchen, sich zu bewegen und Psychohygiene und Meditation zu praktizieren. Und natürlich Reiki anzuwenden. Natürlich ist es empfehlenswert, dies die ganze Zeit zu tun. Wenn es Ihnen möglich ist, bleiben Sie dabei! Wenn nicht, tun Sie einfach das, was bereits möglich ist. Sie rauchen? Nun, Sie könnten aufhören oder zumindest die Anzahl der Zigaretten reduzieren. Sie können auf Fleisch nicht verzichten? Dann essen Sie zumindest etwas weniger davon. Jeder nur so kleine Fortschritt ist eben ein Fortschritt und gehört wertgeschätzt. Setzen Sie sich bitte realistische Ziele. Sonst neigt man dazu, sich zu betrügen. Man setzt sich ein unrealistisches Ziel und, da man es nicht erreichen kann, bewegt man sich gar nicht. Damit ist spätestens mit Reiki 2 Schluss! ;-) Gewöhnen Sie sich daran, sich kleinere und realistischere Ziele zu setzen und den Weg zu genießen. Denn der Weg ist das Ziel.

 

Zurück zum Blog

 

Bildnachweis:
Bild von congerdesign auf Pixabay
Bild von beate bachmann auf Pixabay